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50 Jahre Sammlungspolitik im MUSA
Vorwort So formuliert Bürgermeister Franz Jonas anno 1950 zu „Kunst am Bau“ etwaige Skepsis gegenüber Kunst, die dennoch tapfer dem Volk zum Zwecke höherer Bildung vermittelt wurde - und seit 1951 auch für die Sammlung der Stadt Wien angekauft wurde.
Gegenwart vor Augen bis 6.2. / Die 50er Jahre: Kunst und Kunstverständnis in Wien / MUSA
Rahmenbedingungen Das Wirken „ästhetischer Kriterien politischer Kräfte“ wird nicht ausgeklammert: „Bei allem guten Willen , der damals gegeben war, wurde dadurch die Dominanz der Mittelmäßigkeit zum Maßstab einer Kulturpolitik, einer Politik, die es allen recht machen wollte“ (Wolfgang Hilger). Inventarnummer 01 trägt zufällig eine eigenwillige Heurigenszenerie von Erich Huber mit dem Titel „Phäaken“ - laut Wikipedia: „...in Österreich geruhsam und üppig dahinlebende Leute".
Erstkontakt mit Unbekannten
Phantasie zwischen den Stühlen eSeLs Neugierde wurde (durch eines der wenigen Fotos in der Ausstellung) für den Bewegungsforscher Curt Stenvert geweckt, der anno 1947 (fotomontiert) an seiner eigenen Violinspieler-Bewegungsstudie herumschraubt (PS: Diese Woche startet übrigens das Roboexotica Festival)
Kunst vom öffentlichen Baum Die zweite, damals gestartete Säule der Künstlerdirektförderung heisst heute „Kunst im öffentlichen Raum“, die in ihrer 50er-Jahre ff. Variante als "Kunst am Bau" in Form von steinernen Pelikanen und sonstigen Skupturalien den MUSA Besuchern entgegen starrt. Ein wahres Sammlerstück für KÖR-Forscher sind die Originalbroschüren aus den 6oer Jahren, in denen neben sämtliche Brunnen und Gemeindebautenmosaiken die Vorworte der verantwortlichen Politiker protokolliert sind. Vielsagender Titel: „Die Stadt Wien als Mäzen“ . Gibt´s derzeit im MUSA für einen Bettel von 2 Euro! Dank Verquickung mit stadtplanerischen Interessen (und den legendären "Bausummenprozenten für Kultur") hatte „Kunst am Bau“ schon in den Fünfziger Jahren stets doppelt so viel Geld wie die Ankaufsbudgets der Stadt zur Verfügung. (Für Sammlungserweiterung steht etwa so viel Geld bereit wie für den Jahresbetrieb der stadteigenen MUSA - Ausstellungsflächen. 2008: ca. 450. 000 Euro)
Dritte Säule In der Startgalerie des MUSA können inzwischen auch die Besucher beisteuern: Zu den Ausstellungen junger Künstler liegt eine Preisliste auf, wo man die ausgestellten Werke direkt (und provisionsfrei) für daheim kaufen kann. bis 10.12. / Philip Patkowitsch: Somewhere North to the Future / MUSA Startgalerie
Wandbehang |
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