Rege Aktivität lokaler Netzwerke im Dunstkreis der Kunstmesse Viennafair. Die Netzkulturwoche bietet Anschluss an kulturelle Verknotungen der Woche. http://futurezone.orf.at/tipps/stories/1646586/ |
Alles neu macht der ... späte April. Wie ein Mailüfterl weht frische Frühlingseuphorie durch die Veranstaltungstipps der Wiener Netzkulturwoche. Doch hinter den zwitschernden Boten des Frühlings verbirgt sich so mancher digitaler Altspatz.
http://futurezone.orf.at/tipps/stories/1645998/
Für jeweils ein inszeniertes Fotoshooting instruieren die "Original"-Akteure der Bundespräsidentenkanzlei eSeL in Körperhaltung, Kleidung, Pose bis zum richtigen Gesichtsausdruck für die Ausübung ihre Funktion in der Hofburg. |
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Tags: Bruno Aigner, Heinz Fischer, Hofburg bewegt, Tanzquartier Wien
Kategorien: 2009, Performance, Projektfotos | Kommentieren » |
Verschlossene Tablet-Computer, paranoide Business-Pläne und jede Menge Copyright - Die Netzkulturwoche wehrt sich gegen eingeschränkten Wissenstausch im Internet mit beispielhaften Kulturempfehlungen, nach dem Motto: Tu Gutes und rede darüber! http://futurezone.orf.at/tipps/stories/1645353/ |
Die technologiebedingte Weltveränderung überschwemmt in wahnwitzigen Erneuerungszyklen immer schneller unser kollektives Bewusstsein. Für die Netzkulturwoche ein Grund zum Feiern! – Wir freuen uns über ... http://futurezone.orf.at/tipps/stories/1644656/ |
It´s rainy weather in Vienna. formerly known as "museums visiting weather". So eSeL just got a phone call from a friend who wants to "go and see an exhibition". |
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Kategorien: Fotografisches Tagebuch | Kommentieren »
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Blühende Krokusse, Bärlauchwälder und Frühlingssonne locken niemanden mehr vor den Bildschirmen hervor. Die Netzkulturwoche buhlt mit digitalkompatiblen Veranstaltungstipps um Ausflügler an die Frischluft.
http://futurezone.orf.at/tipps/stories/1643303/
Die Arbeitsweisen der Internet-Generation erobern zunehmen das Kultur- und Wirtschaftsleben. Die Veranstaltungstipps der Netzkulturwoche bieten Gelegenheit, die eigene Lebenspraxis beim Weiterwuchern kritisch zu begutachten. Montag, 22. März Lebenslange Selbstoptimierung in jedem Winkel der Welt. 18.00 Uhr, WIFI Salzburg, Julius-Raab-Platz 2, 5027 Salzburg * Webmontag Salzburg: "Mobiles Lernen und Arbeiten" Dienstag, 23. März Wie verbreitet man seine Ideen, aber vermeidet geistigen Diebstahl? 18.30 Uhr, designforum MQ, Museumsplatz 1, 1070 Wien * New Design Festival 2010: Protect your ideas Was bedeutet "subversiv" in Zeiten kommerzialisierter Nischen und Subkulturen? 19.00 Uhr, Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien * Podiumsdiskussion: Subversiv? Zusammenarbeiten als Gegenmodell zum Alleinerfinden im stillen Kämmerlein. 19.00 Uhr, Galerie IG Bildende Kunst, Gumpendorfer Straße 10-12, 1060 Wien * Vernissage: Collaborate Verknüpfung geteilter Erfahrung zu einem gemeinsamen Bild. 20.00 Uhr, Realraum, ESC, Jakoministraße 16, 6020 Graz * Workshop: Panoramafotos mit Hugin Mittwoch, 24. März Wie zeigen Künstler im Zeitalter von Sozialen Netzwerken "Gefühle" bzw. "unmittelbare Erfahrung"? 19.00 Uhr, Kunsthalle Exnergasse, Währinger Straße 59, 1090 Wien * Vernissage: Make the Most of Now Zettelpoet Helmut Seethaler darf seine Spontangedichte nicht mehr aufhängen. 19.00 Uhr, Galerie - Die Ausstellung, Laudongasse 44, 1080 Wien * Finissage: Art coop net Die 50. Geburtstagsgelegenheit, Musik "jenseits gängiger Vermarktungstrends" zu erleben. 21.00 Uhr, brut im Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien * 50x V'ELAK Gala Donnnerstag, 25. März Jugendliche machen sich längst ein eigenes (Fernseh-)Bild. 18.00 Uhr, B72, Hernalser Gürtel (Bögen 72+73), 1080 Wien * 4 Jahre CU television-Party Jungunternehmer besiedeln ein gemeinsames Arbeitszimmer. 18.30 Uhr, The Hub Vienna, Lindengasse 56, Top 18-19, 1070 Wien * Eröffnung: The Hub Zwei Künstler zeichnen YouTube-Videos für die Wohnzimmerwand. 19.00 Uhr, Galerie Peithner-Lichtenfels, Sonnenfelsgasse 6, 1010 Wien * Vernissage: Admir Jahic & Comenius Roethlisberger Die Architektin von Kultur(lebens)räumen von Filmmuseum bis brut-Theater präsentiert ihre Projekte. 19.00 Uhr, Bene, Renngasse 6, 1010 Wien * Gabu Heindl Die Internet-Generation protestiert offline auf dem Ballhausplatz. 19.00 Uhr, Ballhausplatz, 1010 Wien * Lichtertanz Donnerstag, 25. März bis Freitag, 26. März Neue kritische Zeichen im öffentlichen Raum. 17.00 Uhr, Institut für das künstlerische Lehramt, Karl-Schweighofer-Gasse 3, 2. Stock, Raum 2.11, 1070 Wien * Lecture: Critical Crafting Freitag, 26. März Lebensgefühl als Rap-Song. 14.00 Uhr, Studio Funky Moose, Reindorfgasse 8, 1150 Wien * Festwochen Street Academy: Hip Hop Rap Sing Jana Herwig alias "digiom" verdaut Internet-Meme. 19.00 Uhr, Bar Rektum, MQ Innenhof, Museumsplatz, 1070 Wien * OutSite_04: Jana Herwig / digiom Ab Freitag, 26. März Projektionen erobern den öffentlichen Raum. Ab 18.00 Uhr, Künstlerhaus Passage Galerie, Karlsplatz 5, 1010 Wien * Eröffnung: Soundframe Festival Sonntag, 28. März Ein Programmkino präsentiert alternative Wohn- und Designmodelle aus Wien. 13.00 Uhr, Filmcasino, Margaretenstraße 78, 1050 Wien * ArchFilm Matinee: Next Wave Erschienen in futurezone.orf.at *Alle KunsTermine im Wochenüberblick |
Mit Hilfe von .com-Adressen wuchert das Internet seit 25 Jahren auch in wirtschaftlichen Gefilden. Die Kulturtipps der Netzkulturwoche erlauben zum Jubiläum kritische Blicke auf elektronische Nachbarschaft von Kunst und Kommerz.
Montag, 15.3.2010 Computergestützt Kultur schaffen. 18:30 Uhr, Österreichisches Forschungsinstitut für Artificial Intelligence, Freyung 6/6/7, 1010 Wien Virgil Widrich: Drehbuchsoftware Montag bis Samstag Die eigene Rolle im Geflecht von Kunst und Computer klären. ARGEkultur, Josef-Preiss-Allee 16, 5020 Salzburg BASICS festival. Medien Kunst Gesellschaft Dienstag, 16.3.2010 Über Ökonomisierung der eigenen Kreativität nachdenken. 9.30 Uhr, TU Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien. Boecklsaal Innovationsbrunch Sich mit der Bürokratie herumärgern. 19.30 Uhr, Aktionsradius Wien, Gaußplatz 11, 1200 Wien Bureaucracy Slam Vernetzt die Welteroberung anstreben. 21.00 Uhr, fluc, Praterstern 5, 1020 Wien Share global network Dienstag, 16.3. – Sonntag, 21.3.2010 Lokales Filmschaffen zur Welt bringen. Diverse Festivalkinos, 8020 Graz Diagonale. Festival des österreichischen Films Mittwoch, 17.3.2010 Nachwuchs kreativ inspirieren. 19.00 Uhr, nadaLokal, Reindorfgasse 8, 1150 Wien Der 15. Bezirk als Spielplatz, das Kind, die Stadt und die Angewandte Donnerstag bis Samstag Bedingungen und Orte kreativen Wildwuchses thematisieren. Drinkomathallen u. a. Locations, Missindorfstraße 21, 1140 Wien Enable! Der Medienvermittlung digitaler Alltagskulturpraktiken zum Geburtstag gratulieren. Wien - Ost Klub, Innsbruck – Weekender, Klagenfurt –Theater Halle 11 TBA Birthday Bash Donnerstag, 18.3.2010 Auf Containerprovokationen und andere Formen künstlerischen Artikulation rückblicken. 18.00 Uhr, Stadtkino Wien, Schwarzenbergplatz 7-8, 1030 Wien TransAct / Schlingensiefs Container Digitale Studentenproteste zwischen zwei Buchdeckeln weitertragen. 19.00 Uhr, Depot. Breite Gasse 3, 1070 Wien Buchpräsentation: Uni brennt. Grundsätzliches? Kritisches? Atmosphärisches Freitag, 19.3.2010 Guerrila-Störaktionen im Galerieraum zeigen 19.00 Uhr, Galerie Andreas Huber. Capistrangasse 3. 1060 Wien Leopold Kessler- Neue Arbeiten Samstag, 20.3. – Sonntag, 21.3.2010 Elektronische Lebensformen weiter entwickeln. 8.00 Uhr, Aula der Wissenschaften, Wollzeile 27a. 1010 Vienna RobotChallenge Erschienen in futurezone.orf.at *Alle KunsTermine im Wochenüberblick |
Die Netzkulturwoche als Kampfansage gegen verkrustete Blickwinkel. Die Veranstaltungsempfehlungen der Woche laden zu ungewohnten Perspektiven auf alte und neue Gewohnheiten. Montag, 8.3.2010 Netzwelten aus weiblicher Perspektive 18.00 Uhr, Raum D / quartier21, MQ, Museumsplatz 1, 1070 Wien * Girl Geek Dinner Öffentlicher Raum aus der Sicht eines slowenischen Künstlerkollektivs. 19.00 Uhr, Kunsthalle Wien project space, Karlsplatz Treitlstraße 2, 1040 Wien * ÖGFA-Vortrag: prostoRoc. Forschende Überprüfung des öffentlichen Raumes Dienstag, 9.3.2010 Gastkünstler frisieren Stadtraum. 19.00 Uhr, Galerie ArtPoint, Universitätsstraße 5, 1010 Wien * Eröffnung: Über Städte, Licht und Identität Motorsägen fräsen sich in Gehörgänge. 21.00 Uhr, Kunsthalle Wien project space, Karlsplatz Treitlstraße 2, 1040 Wien * Chicago 1930 präsentiert: "TOMAK über Salzburg" Mittwoch, 10.3.2010 Online-Spielwelten vermischen sich mit Realfilm. 19.00 Uhr, Hauptbücherei am Gürtel, Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien * EU XXL: Screening Ben X Zahlenphilosophie angewandt im Businessleben. 19.00 Uhr, Hofstallungen des Mumok, MQ, Museumsplatz 1, 1070 Wien * math.space: Mathematik und Wirtschaft Donnerstag, 11.3.2010 Kreatives Bastelkollektiv veröffentlicht. MUSA, Felderstraße 6-8 (neben dem Rathaus), 1010 Wien * monochrom #26-34: Ye Olde Self-Referentiality Donnerstag, 11.3. – Samstag, 13.3.2010 Kreative basteln öffentlich Kollektive im Odeon, 1020 Wien, Taborstraße 10 * QUER: Symposium und Labor für Interkreativität Freitag, 12.3.2010 Verspieltes Netzwerken auf der Suche nach dem neuen Mensch. 16.00 Uhr, Festspielhaus St. Pölten, Franz-Schubert-Platz 2. 2100 Sankt Pölten * CyberLab: LAN Party Internet-Verbindungen schnüffeln in der Privatsphäre 18.00 Uhr, Metalab, Rathausstraße 6, 1010 Wien * Vortrag C. Czeczil: Privatsphäre und Informationsfreiheit - Die Sicherung unserer digitalen Grundrechte Samstag, 13.3.2010 Fotografen auf Wanderschaft durch ein Naturmuseum 13.45 Uhr, Naturhistorischen Museum, Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien * Photowalk: Naturhistorisches Museum Natur auf Wanderschaft in Museumsausstellung. 16.00 Uhr, Landesmuseum Niederösterreich, Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten * Eröffnung: Aliens - Pflanzen und Tiere auf Wanderschaft Erschienen in futurezone.orf.at *Alle KunsTermine im Wochenüberblick |
eSeL can shift camera positions by changing livestream channel:
currently watching: http://www.cnn.com/ or http://www.livestream.com/aplive offizieller live stream - currently still countdowning... http://oscar.go.com/ here´s a heavily overtrafficked stream link overview: http://techpp.com/2010/03/02/10-ways-to-watch-the-oscars-2010-live-online-for-free/ |
"... full of lies!" eSeLs Lügentour durch den 2. Bezirk
Datum: Samstag, 21. November 2009 Dauer: 14.00–17.00 Uhr Treffpunkt: U-Bahn-Station Taborstraße - Ausgang Novaragasse 8 Fotodokumentation von theartVIEw: Wandern Sie gemeinsam mit dem Künstler/Kurator/Performer und Zirkusdompteur eSeL (Lorenz Seidler) durch den 2. Bezirk. Stöbern Sie auf glitzernden Boulevards und in verträumten Gassen in sämtlichen kreativen Nischen. Besuchen Sie Künstler, Galeristen und Künstlergaleristen in ihren Leopoldstädter Prachtbauten. Erfahren Sie »on location« bei Sekt und Kaviar (bzw. Liptauer mit Soletti) Gerüchte und Geheimnisse über Kunst in jenen Räumen, wo Öffentlichkeit noch mit Ö geschrieben wird. Doch Vorsicht – alles, was Sie bei dieser Tour erfahren, ist schlichtweg gelogen! eSeL adaptiert rhetorische Gepflogenheiten aus dem Kunstdiskurs, um eine amüsante (und lehrreiche) »Lügentour« durch den künstlerischen Alltag jenseits des Donaukanals zu gestalten. Ein Kunstvermittlungsparcours im Minenfeld von Kunst und Markt, Beruf und Berufung, tandort und Marketing. Balancieren Sie gemeinsam mit Ihren Gastgebern auf dem schmalen Grat zwischen Lüge und Wahr heit. Und entscheiden Sie vor Ort in den Galerien, Ateliers und Offspaces, welchen Lügen SieGlauben schenken – und welches Quäntchen Wahrheit Sie selbst beitragen wollen!
1020, Novaragasse 8 (U-Bahn-Station Taborstraße) 2. bell street project space 1020, Glockengasse 22 3. Glockengasse 9 1020 Wien, Glockengasse 9 4. Ofroom – Architekturgalerie und Expertenforum für Architektur und Bau 1020, Taborstraße 18 5. Open Space – Zentrum für Kunstprojekte 1020, Lassingleithnerplatz 2 6. Galerie Winiarzyk 1020, Praterstraße 13 7. Projektraum Viktor Bucher 1020, Praterstraße 13/1/2 8. Song Song 1020, Praterstraße 11–13 9. Praterstraße 48 1020, Praterstraße 48/17 inkl. Begegnungen unterwegs: - Q202 Freie Kunst- und Kulturinitiative - c17 offspacecenter http://viennaartweek.at |
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An den Schalthebeln des digitalen Alltags Digitale Lebenswelten bleiben mit neuen Kulturformen in Erinnerung. Dienstag, 2.3.2010
Jungarchitekten planen Stadtviertel.
Medienmenschen beobachten Arbeitsmodelle beim Köcheln
Die Position(en) von Netzkunst in der Kunstgeschichte
Selbstermächtigung mittels Animationsfilm
Freiluftlabor im Steinbruch
Die neue Beziehung von Mensch zu Maschine
Medienkunst erforscht sich selbst im Dunkeln.
Die Beziehung filmmernder Menschenbilder zu goldenen Statuten. Erschienen in futurezone.orf.at *Alle KunsTermine im Wochenüberblick |
English version
Die gesellschaftliche Umarmung von „contemporary art“ in Österreich bietet die Chance Kernkompetenzen der Kunst ausgerechnet in der Malerei wieder zu entdecken.
Zeitgenössische Kunst ist in Österreich im Zentrum der Gesellschaft angekommen. Rosige Zeiten für junge KünstlerInnen? Zwar können mit kleinen Förderungen, Stipendien und Ankäufen Projekte realisiert werden; nachhaltige Lebensfinanzierungsmodelle sind angesichts des engen Flaschenhalses zum internationalen Kunstmarkt kaum in Sicht. Interessensvertretungen pochen seit Jahren zumindest auf die Reparatur des Künstlersozialsversicherungsgesetzes. Laut Museumneusordnung dürfen sich jetzt zwar alle Bundesmuseen für „Bildende Kunst“ zuständig fühlen, gezeigt werden meistens bereits etablierte Positionen aus den Netzwerken der Museumsdirektoren. Konfuse Zustände in der Bildungspolitik lassen kaum begeisterten Nachwuchs für spezifische Denkwelten der bildenden (!) Kunst erhoffen. Es ist kein Zufall, dass die europaweiten Studentenproteste ihren Anfang in der besetzten Aula der Wiener Akademie für bildende Kunst genommen haben. Leider entspricht das laute Poltern auf dem gesellschaftlichen Parkett nicht den leisen, differenzierten Tönen vieler Sprachen der Kunst. Justament durch ihre direkt Wirkung in der Gesellschaft könnte der bildenden Kunst jene Besonderheit abhanden kommen, die sie als spezifischen Bedeutungsrahmen seit der Moderne auszeichnet. Der Glaube an die wachstumstreibende Kraft der Kreativwirtschaft verlangt verstärkt nach „angewandtem“ Kunstmanagement. Mit dem Themencall „Focus: Kunst“ unterstützte allein die Wiener Kreativwirtschaftsförderstelle „departure“ Innovationen in diesem Bereich im Jahre 2009 mit mehr als einer Million Euro. Derweil wird im Internet der vermittlungsintensiven Kunstproduktion direkte kreative Konkurrenz digitaler Kulturformen entgegen gezwitschert. Die Rolle der Kunst scheint (erneut) auf dem Prüfstand – und das ist gut so. Versteht man mit dem Medientheoretiker Lev Manovich die Aufgabe der KünstlerInnen in der Gestaltung visueller Entwürfe, denen es gelingt aktuelle gesellschaftliche Komplexität angemessen zu erfassen und darzustellen, so gibt es in unserer Gegenwart mit ihren irrwitzigen Innovationsintervallen für KünstlerInnen genug zu tun. Während sich neue Formen in temporären Interventionen, performativen Kunstprozessen und digitalen Artefakten andeuten, scheint ein (Künstler)Blick auf ein vermeintliches Ganzes in den zersplitterten Öffentlichkeiten der Gegenwart zunehmend schwierig.
Deutlich bleibt ein individueller Blick in „manuellen“ Kunstarbeiten, wie sie Malerei entgegen allen Trends seit Jahrhunderten darstellt. Gemeint ist nicht die Umsetzung vermeintlicher Wirklichkeit auf Leinwand - der wird durch das willkürliche Wechseln vieler Maler zwischen Figuration und Abstraktion ohnehin ein Strich durch die Abbildtheorie gemacht. Ein systemtheoretischer Blickwinkel empfiehlt zum Verständnis jenes Outputs namens „Kunst“ (der als Wechselwirkung zwischen Künstlerhand, Künstlerhirn und dessen Weltwahrnehmung auf Leinwand landet) jene kunst-spezifische Besonderheit zu erkennen, dass Kunst dazu anregt, nicht nur wahr zu nehmen, WAS man wahrnimmt, sondern auch DASS man gerade wahrnimmt und WIE man es tut. Dieser direkte Kommunikationakt zwischen Betrachter und Kunstwerk erfolgt auf sinnlicher, nicht sprachlicher Ebene. D.h. Es gibt im Kunstwerk nichts 1:1 zu „verstehen“ sondern im Rahmen der Kunst vielmehr vor geistigem Auge zu erleben, wie man sich selbst beim Zusehen zusehen lernt. Hier bietet die Malerei mit ihrer reichen Geschichte, die bis zur Wiege unserer neuzeitlichen Kunst zurück reicht einen weiteren Vorteil. Da sich in der Geschichte der Malerei und in unserem kollektiven Gedächtnis über die Jahrhunderte eine Unmenge an möglichen Alternativen hinsichtlich der Motive, Themen, Techniken, Kompositionsmethoden, Materialauswahl (aber auch der Art wie über deren Kombination nachgedacht werden kann) angesammelt hat, aktiviert jedes Bild im ganz persönlichen Bilderfundus des Betrachters zugleich, was bzw. wie es eben NICHT ist. Dafür braucht man weder ein Kunstgeschichtestudium noch das Wissen, was sich der Künstler „dabei gedacht hat“, sondern nur der eigenen selektiven Wahrnehmung ausreichend Aufmerksamkeit zu schenken. Der Vergleich macht Sie sicher; auch wenn sie dabei vielleicht nicht auf rationaler Ebene erfahren, wie Sie ein Bild verstehen. Im Rahmen einer Austellung, in der gezielt nur Malerei gezeigt wird, wird diese Wahrnehmung „zweiter Ordnung“ zusätzlich erleichtert, indem neben jeder Herangehensweise eines Künstlers das nächste Gemälde zum direkten Vergleichen hängt. Anders als jene angewandten Kulturtechniken, die nicht mehr so leicht von den „kreativen Trends“ unserer kontext-nivellierenden Gegenwart zu trennen sind, erleichtert es die „Old School“-Disziplin der Malerei Werke trotz aller Komplexität einwandfrei als „Kunstwerke“ zu identifizieren und damit die selektive Wahrnehmung für das Spezifische in jedem Kunstwerk zu aktivieren, die uns im Alltag allein aus praktischen Gründen zunehmend abhanden kommen muss. Über Qualität darf trotzdem gestritten werden – genauso wie über den persönlichen Geschmack. Letzterer profitiert weiterhin von einem letzten Vorteil der Malerei, der ihr (und vielen MalerInnen) wohl auch in Zukunft das Überleben sichert: Gemälde sind leicht zu transportieren. Sprich: Man kann ein Bild denkbar unkompliziert erwerben und auch zu Hause herzeigen. Dank dieser direkten Weiterkommunikation entfaltet Kunst unabhängig von Trends auch außerhalb von Ausstellungsräumen ihre ganz spezielle Wirkung. Daran wird auch das Internet sobald nichts ändern.
erschienen in: |
UPDATE: Der JOB ist VERGEBEN! Bitte NICHT MEHR BEWERBEN!
eSeL.at funktioniert seit mehr als zehn Jahren als persönlicher Informationsknoten über das Kunstgeschehen in Wien. Mit Newsletter, Onlinekalender und Kunstprojekten erreichen wir eine große Publikums- und KünstlerInnencommunity mit gezielten Einladungen zu intelligenter Unterhaltung über/mit Kunst & Kultur in Wien. Für den umfassenden Relaunch als soziales Online-Netzwerk im Herbst 2010 suchen wir ab März 2010 eine/n kommunikative/n Mitarbeiter/in für BUSINESS DEVELOPMENT / MARKETING / PR Gesucht werden ExpertInnen aber auch Um- bzw. Einsteiger, die gerne die „Business Side“ neuer Online-Arbeitsformen im Kunst-und Kulturbereich (Social Media, Content Curatorshop & Syndication) auf Grundlage eines bestehenden Business Plans (gefördert von departure – focus: kunst) gemeinsam weiter entwickeln wollen - aber auch Kontakte zu bestehenden und neuen Partnern in Kunst, Wirtschaft und Medien professionalisieren und betreuen. :: Deine/Ihre Jobaufgaben umfassen: :: Fähigkeitenprofil: :: Tätigkeit/Zeitraum: Ab März bis mind. Oktober 2010 Aussagekräftige Bewerbungen bzw. Rückfragen bitte ausschließlich per Email an: :: Kontakt: Mag. Lorenz Seidler (alias „eSeL“) E.S.E.L. KG |
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Kategorien: Fotografisches Tagebuch | 2 Kommentare »
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Ungewohnte Begegnungen der digitalen Art |
Society’s embrace of ‘contemporary art’ in Austria offers the opportunity of re-discovering core competencies of art in painting. Contemporary art has arrived at the centre of Austrian society. Works by contemporary artists tout a new railway station. Museum quarters use art to push Vienna as a tourist destination. Urban planners invite artists to take part in designing ‘public space’ . The contribution of art to the successful development of Vienna became official at the latest with the integrative art festival Soho in the Ottakring. Currently, artists are gentrifying the city’s Second District in inexpensive living and working spaces. In 2009 even the Vienna Art Week transformed itself from an exclusive fringe programme for art VIPs into an open art festival. That a producer of energy drinks has now extended his brand image with exhibitions of contemporary art is only a further example of this trend. Rosy times for young artists? Small incentives, grants and acquisitions by the Austrian government can help realise projects, but models for a sustained financing of the necessities of artist´s life hardly come into view considering the narrow bottleneck leading to the international art market. For years now interest groups have been demanding at least the repair of the Artists’ Social Insurance Act. In keeping with the re-organisation of the museums, all federal museums may now feel themselves responsible for the ‘Fine Arts’, but most exhibit only the already established positions circulating in museum directors’ networks. Muddled educational policy hardly encourages hopes for the emergence of enthusiastic young talents specifically interested in the world of the visual arts. It is no accident that the student protests throughout Europe had their beginning in the occupied auditorium of Vienna´s Academy for Fine Arts. Unfortunately, loud rumbling on the social stage doesn’t consort well with the soft and nuanced tones of many languages of art. Perhaps precisely through their direct effect in society the Fine Arts might lose that distinctive feature which has distinguished them as a special frame of meaning in the modern world. Faith in the growth-driving force of the creative industry increasingly demands ‘applied’ art management. Under the theme call ‘Focus: Art’, the Viennese creative industry funding institution ‘departure’ supported innovations in this area in 2009 to the tune of more than one million euros. In the meantime, on the Internet the direct creative competition of digital cultural forms is twittering away against mediation-intensive art production. The role of art appears (again) to be on the test bench – and that is a good thing. If, following media theorist Lev Manovich, we understand the task of the artist as the designing of visual projects that succeed in appropriately grasping and representing current social complexity, then there is enough to do in our present situation with the mad pace of innovation that it imposes on artists. While new forms are looming in temporary art actions, performative art processes and digital artefacts, it seems that the fragmented publics of the present day make an (artistic) view of a supposed whole increasingly difficult.
An individual view remains clear in ‘manual’ art work such as is still constituted, contrary to the trends of centuries, by painting. ‘Painting’ here does not mean the transposition of a supposed reality to the canvas – a programme of the mimetic theory of art that the arbitrary switching between figuration and abstraction by many painters has in any case scotched. In order to understand that output called ‘art’ (the interplay of artist hand, artist brain and their perception of the world that lands on the canvas), a system-theoretical angle recommends the recognition of that art-specific peculiarity which inspires the viewer not only to perceive WHAT he perceives, but also THAT he perceives and HOW he perceives. This direct act of communication between viewer and artwork takes place on the sensuous, not the linguistic, level. That is to say, nothing in an artwork is to be understood on a one-to-one basis; it is rather a matter of the mind’s eye experiencing within the frame of art how the viewer observes him/herself observing. Here painting, with its rich history extending back to the cradle of modern art, affords a further advantage. A vast number of possible alternatives with respect to motif, theme, technique, method of composition and selection of material (and also the ways in which we can reflect on their combination) has been amassed for centuries in the history of painting and in our collective memory. Every new picture activates in each viewer’s quite personal pool of images an idea of what, or more precisely, how the new picture is NOT. This experience requires neither the benefit of the study of art history nor knowledge of what the artist was intending, but rather only the viewer’s paying sufficient heed to his own selective perception. Comparison corroborates the experience, even if you don’t thereby learn how you understand a picture at the rational level. Within the frame of an exhibition where deliberately only paintings are shown, this ‘second-order’ perception is made easier by the opportunity of making a direct comparison of each artist’s approach with the next picture. By contrast to those applied cultural techniques which are no longer so easy to separate from the ‘creative trends’ of our context-levelling present, and in spite of all complexity, the ‘old school’ discipline of painting facilitates the unobjectionable identification of works as ‘artworks’ and so the activation of selective perception for the specific process in every artwork that has had, more and more, to go lost in our everyday life. We can still argue about quality – just as about personal taste. The latter continues to profit from the final advantage of painting, which will probably ensure its (and many painters’) survival in the future: paintings are easily transported. In other words, it is as uncomplicated as possible to acquire a picture and show it at home. Thanks to this direct communication, art unfolds its quite special effect beyond exhibition rooms and independently of trends. Even the Internet is not about to change that soon. Text by eSeL Translated from German by Jonathan Uhlaner
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Wegweiser zur R/Evolution:
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Communitybuilding kennt keine Semesterferien. |



































